Zur LAGA nach Wittstock

Wer eine Überfülle an blühenden Blumen erwartet hat, wurde möglicherweise enttäuscht. Aber Wittstock als Ort der Landesgartenschau war eine Idylle.

 Mehr als 40 Mitglieder und Freunde des Heimatvereins entläßt Björn Kobert am Vormittag am Bahnhofsplatz aus seinem Bus. Um 15 Uhr wieder hier! Wer nicht da ist: Kein Problem. Der RE6 fährt stündlich nach Hause.

Dieser 25. Juni 2019 sollte der bis dahin heißeste Tag des Jahres werden. Saharaluft streift unsere Haut. Ein romantischer Güterschuppen, als Blumenhalle deklariert, begrüßt die Gruppe  mit Schatten, Orchideen, vielen exotischen Pflanzen und einem Wasserfall.

Schnell zerstreuen sich die Grüppchen unter den alten, hohen Bäumen der schönen Wallanlagen, entlang der markanten Stadtmauer. Man sieht sich wieder beim Softeisstand, in den Schaugartenanlagen, bei Theodor Fontanes Gärtchen, unterm Libellenwald und natürlich im großen Garten-Restaurant.

Amseln singen in der Stadtkirche

Verpasst haben die meisten der Reisegruppe leider den spontanen Auftritt unserer Amseln aus Bötzow. Die besuchen um die Mittagszeit die evangelische Stadtpfarrkirche Marien. Rudi hilft spontan, ein technischen Problem an der Orgel zu beheben,  was zu einer Gesangsprobe führt. Pfarrer und Organist sind so begeistert von den Bötzower Sängern (die auch im Freien Chor Velten singen), dass diese gebeten werden, die Mittagsandacht musikalisch zu vertiefen. Sie sangen mit Freuden.

Im Museum des 30jährigen Krieges, auf 7 Etagen im Turm der alten Bischofsburg eingerichtet,   bekommen die Besucher einen Einblick in die bis heute traumatischen Auswirkungen dieser Zeit. Die große Schlacht bei Wittstock gegen die Schweden ist in einem großen Landschafts-Diorama mit mehreren tausend Zinnfiguren dargestellt.

Klein, aufgeräumt und liebevoll gepflegt, mit hübschen Geschäften, engen Gässchen und Blumenschmuck in allen Ecken, zeigt sich die ringförmig angelegte mittelalterliche Stadt. Im Mittelpunkt dominiert der große Marktplatz mit einem ansehnlichen, neogotischen Rathaus. Auf dem knapp 1km langen Weg, quer durchs Städtchen von Ost nach West, zurück zum Bahnhof, ist im Schatten der malerischen, oft sehr alten Häuser die Hitze des Tages gut auszuhalten.