Die Vermessung der Welt

Photogrammmetrie? Das Wort wird mit 3 „m“ geschrieben. Und was ist das überhaupt?
Vermessungsingenieur a.D. Martin Kähler aus Schwante war Gast bei der Blende 7 und klärte uns über diese Fototechnik auf. „Eure Fotografie macht aus dem realen Abbild Kunst“, versuchte er den Unterschied zwischen unserem Hobby und der Photogrammmetrie zu verdeutlichen. Seine Fotografie mache aus dem realen Abbild Landkarten.
Die Erdoberfläche wird mit Spezialkameras von Satelliten aus fotografisch vermessen. Sie schweben in 900 km Höhe um unseren blauen Planeten und erfassen Quadratkilometer für Quadratkilometer dafür in Bildpyramiden. Das bedeutet, dass per Serienfotografie 1qkm Erde von einem Teleskop in immer kleinere Quadrate zerlegt, Stück um Stück herangezoomt und einzeln in immer größerer Auflösung fotografiert wird. Legt man diese Bilder übereinander, entsteht eine optische Pyramide. Der Rechner braucht die herangezoomten Vergrößerungen nicht zeitaufwändig selbst errechnen. Er bekommt die Auflösungen in Serie geliefert und springt einfach von Bild zu Bild, um Häuser, Straßen, Autos, Menschen, immer deutlicher herauszukristallisieren. Die Bilder werden zur Herstellung von Liegenschaftskatasterkarten genutzt, aber auch von Firmen, die für Google Earth arbeiten.
Es lassen sich auf diese Weise exakte Pläne, aber auch Aufrisse herstellen