Die Vermessung der Welt

Photogrammmetrie? Das Wort wird mit 3 „m“ geschrieben. Und was ist das überhaupt?
Vermessungsingenieur a.D. Martin Kähler aus Schwante war Gast bei der Blende 7 und klärte uns über diese Fototechnik auf. „Eure Fotografie macht aus dem realen Abbild Kunst“, versuchte er den Unterschied zwischen unserem Hobby und der Photogrammmetrie zu verdeutlichen. Seine Fotografie mache aus dem realen Abbild Landkarten.
Die Erdoberfläche wird mit Spezialkameras von Satelliten aus fotografisch vermessen. Sie schweben in 900 km Höhe um unseren blauen Planeten und erfassen Quadratkilometer für Quadratkilometer dafür in Bildpyramiden. Das bedeutet, dass per Serienfotografie 1qkm Erde von einem Teleskop in immer kleinere Quadrate zerlegt, Stück um Stück herangezoomt und einzeln in immer größerer Auflösung fotografiert wird. Legt man diese Bilder übereinander, entsteht eine optische Pyramide. Der Rechner braucht die herangezoomten Vergrößerungen nicht zeitaufwändig selbst errechnen. Er bekommt die Auflösungen in Serie geliefert und springt einfach von Bild zu Bild, um Häuser, Straßen, Autos, Menschen, immer deutlicher herauszukristallisieren. Die Bilder werden zur Herstellung von Liegenschaftskatasterkarten genutzt, aber auch von Firmen, die für Google Earth arbeiten.
Es lassen sich auf diese Weise exakte Pläne, aber auch Aufrisse herstellen

Fröhliche Weihnacht überall….

In fröhlicher Stimmung bei leckeren selbstgemachten Snacks und einem Gläschen Sekt haben wir uns mit nicht nur besinnlichen Weihnachtsliedern auf das Weihnachtsfest eingestimmt.
Kleine gebastelte Überraschungen und liebevoll gefertigte Tischdeko ließen die Augen strahlen. Ein Quiz, aus Beschreibungen einen neuen Begriff zu finden sowie aus Texten von Weihnachtsliedern das passende Lied zu erraten, fand großen Anklang, brachte viel Spaß und es wurde Tränen gelacht. Auch bei einem unbekannten Weihnachtslied, welches wir völlig schräg sangen, wurde viel gelacht.
Getreu dem Motto—-fröhliche Weihnacht überall. Schön war´s!
Allen Amseln frohe Feiertage und einen „Guten Rutsch“ ins nächste Jahr.
2020, am 15. Januar sehen wir uns wieder zur gewohnten Zeit.

Weinabend mit Literaturlesung

Weinabend mit Buchlesung

Weihnachtsgeschichten mit Pepp las der Oranienburger Journalist und Autor Robert Tiesler am Donnerstagabend beim Vehlefanzer Heimatverein. Dieser hatte zu einem gemütlichen Weinabend mit Lesung ins Haus der Generationen geladen. Tieslers Sammlung lustiger und skurriler Geschichten verschiedener Autoren schildert den 30 schmunzelnden Zuhörern die Geheimniskrämereien und unverhofften Aufregungen für Eltern wie Kindern während der Advents-  und Weihnachtszeit. Neben einer illusionstötenden Betrachtung, wie sich die wundersame Geburt Christi nach heutigem Verständnis in einem Zeitungsbericht lesen würde , las er zu guter Letzt die biblische Weihnachtsgeschichte aus dem Evangelium von Lukas.
Tiesler schreibt als RT Zapper auch kritische Kolumnen über Fernsehsendung en Manche Weihnachtsschau bekam seine spöttische Ironie zu spüren. Der Beifall war ihm gewiß.

Die Maueröffnung vor 30 Jahren

„Die Bilder dieser Nacht berühren uns heute noch ungeheuer“, sinniert Dr. Wolfgang Krüger bei dem Gespräch über den Mauerfall vor 30 Jahren. Anlässlich dieses Jubiläums bat der Vehlefanzer Heimatverein den Journalisten Robert Tiesler, eine Gesprächsrunde zu leiten, die die unglaublichen Geschehnisse am 9. November 1989 und seine Folgen noch einmal in Erinnerung rief und beleuchtete. Das Thema wurde aus Sicht der Gemeinde Oberkrämer diskutiert.
Ein Thema des Abends war die Frage, wie es zur Deutschen Einheit kam.
Aus „Wir sind das Volk“ wurde „Wir sind ein Volk“, und damit kam die Frage nach einem Zusammenschluss der Deutschen Lande hoch, meint Dr. Krüger, der einstige Chefredakteur von Rias-TV.
Deutschland war aber noch kein souveräner Staat. Es brauchte die Zustimmung der Alliierten, dass aus den 2 Deutschlands Eins werden durfte. Nicht alle waren dafür.
Warum nicht der emotionsbeladene 9. November, sondern das künstliche Datum 3. Oktober den 17. Juni als Nationalfeiertag abgelöst hat, stand ebenso als große Frage im Raum. Für die meisten ist der 9. November das wichtigere Datum. Es veränderte ihr Leben und ihre Welt.
Die rund 50 Zuhörer beteiligten sich teilweise an der Diskussion an der Veranstaltung am 30. Oktober 2019 im Haus der Generationen. Viele erzählten im Anschluss ihre Erlebnisse – oft sehr emotionsreich – und legten ihre Sicht auf die Wende, die Deutsche Einheit und die letzten 30 Jahre dar.
Vehlefanz habe viel Glück gehabt, meint Ortsvorsteher Hubert Gediga, und ein gutes Händchen, das Chaos der Wende in die richtigen Bahnen zu lenken.
Die Regierungen seien auf das Ereignis überhaupt nicht vorbereitet gewesen. Es wurden daher auch viele Fehler gemacht nach der Maueröffnung.“ Aber Vehlefanz, Oberkrämer, hat von der Wende gewonnen“.

Und was sagt die Nachwende-Jugend?
Luisa Plentz (19): „Für mich ist die DDR Geschichte. Ich habe darüber in der Schule gelernt und meine Eltern erzählen manchmal davon“. Junge Menschen definierten sich nicht mehr nach Ost oder West.  

Klön und Spiele

Dritter Donnerstag im Monat: Klönkaffee! Das bedeutet selbstgebackene Kuchen probieren, Rezepte austauschen, aber vor allem,  sich unterhalten. Man erfährt, was im  Dorf passiert, wie es mit der Gesundheit steht und manchmal wird auch die Weltgeschichte durchgehechelt.

Heute, am 3. Donnerstag im Oktober 2019, wurden nach dem Kaffeetrinken Brettspiele aufgebaut. Bald hört man Lachen, Stöhnen, Triumpf. Der Versuch, mit „Mensch ärgere Dich nicht“, „Halma“, „Scrabble“ den Adrenalinspiegel hochzujagen, ist gelungen. Konzentriertes Denken und erleichterndes Lachen schwebte durch den Raum.

Ab dem neuen Jahr 2020 wir es wirklich 12 mal im Jahr ein Kaffeetrinken geben, jeden dritten Donnerstag im Monat, von Januar bis Novembert. Der Klön mit Weihnachtslieder singen findet traditionell immer am 2. Donnerstag  im Dezember statt.

Die monatlichen Klönkaffe-Nachmittage werden ab 2020 „Seniorenkaffee“ heißen. Geklönt werden darf trotzdem.

Fotowanderungen am Mühlensee

Drei Fotowanderungen waren in den letzten Wochen im Aktivprogramm der Touristmanagerin Kerstin Rosen ausgeschrieben. Zwei davon wurden verwirklicht. Andreas Brauns und Wolfgang Jürgens von der Fotogruppe Blende7 leiteten die erste Tour. Die Gruppe mit 4 Teilnehmer widmeten sich der  Makrofotografie.

Thorsten Sturm hat ein Händchen für die Herbststimmung und Landschaftsfotografie. Mit Graufilter und Langzeitbelichtung wurde samttiges Wasser gezaubert.. Da schönes Wetter angesagt war, trafen sich bei Thorsten 8 Teilnehmer an der Tour. Doch nach einem sonnigen Morgen zogen Wolken auf und hingen tief. Das war eine Herausforderung für die Fotografen, die fast 4 Stunden auf den Halbinseln im Mühlensee unterwegs waren. Aber es hat Spaß gemacht.

Unser Oktoberfest 2019

  Es war wieder spitze: Am Samstag, 28. September 2019 um 11.00 Uhr  kamen über 60 Besucher von nah und fern, zum traditionellen Oktoberfest des Heimatvereins. Nicht nur Vehlefanzer oder Oberkrämer Bürger, nein auch aus Velten, Oranienburg und sogar aus Berlin.

Kulinarischer Auftakt war -wie immer- bayrischer Leberkäs‘ und die Weißwürstel  mit süßem Senf, dazu Laugenstangen und –brezeln.  Der selbstgemachte Obazda und das Schmalz: Herrlich!  Frischgezapftes bayrisches Bier vom Fass rundete diesen  Genuss ab.

Natürlich sangen die Vehlefanzer Amseln fröhliche Lieder und in der überdachten Outdoor Spieleecke versuchten sich einige an Dart und anderen Wurfspielen. Zuschauer feuerten die Teilnehmer an. Lustig war auch die Einlage unserer beiden Akkordeonspieler, welche die Amboss- Polka einstudiert hatten und jetzt von jeweils zwei Gästen dazu im Rhythmus mit zwei Hämmern begleitet wurden. Das brachte Spaß. Alle klatschten mit und die Stimmung war ganz toll.

Am frühen Nachmittag wurde ein reichhaltiges Kuchenbuffet eröffnet, ein Kuchen leckerer als der andere.  An dieser Stelle allen Spendern ein herzliches Dankeschön. Das Wetter spielte zwar nicht ganz so mit, aber wir ließen uns die Stimmung nicht verderben. Man sah tolle Outfits: Superhübsche Dirndl und andere typisch bayrische Kleidung. Selbst die Männer in ihren Lederhosen und Jankern sahen sehr fesch aus.Jetzt fehlt nur noch das Alphorn; dann geht es aber so richtig los. Wir dürfen uns jedenfalls schon auf das nächste Jahr freuen

Das Schlaubetal…

.. birgt Überraschungen für die Tagesausflügler. Schlaubetal? Was und wo ist es, fragen viele. Vage ist das Zisterzienserkloster Neuzelle, Richtung Frankfurt/0der, ein Begriff. Am 23. August 2019 lockt der Landgasthof Wagenburg den Heimatverein mit seinem außergewöhnlichen Angebot.
Irgendwo bei Klein Muckrow, am Rande des Naturparks Schlaubetal, erwartet uns ein abenteuerliches Gefährt, ein Langholzwagen, umgebaut zum Kremser. Alle 50 Personen finden in diesem Planwagen locker Platz. Gezogen wird es von einem Traktor über Wurzeln, Sand und Stein, durch Kiefernwälder und blühende Heide, soweit das Auge reicht. Über zwei Stunden sind die Ausflügler unterwegs, mit Fotostopp im Heidekraut.
Dann erwartet uns im Landgasthof „Wagenburg“ ein leckeres Mittagessen. Man könnte dort übernachten – in Planwagen. Ein Gaudi für Kinder und Jugendliche. Wir fahren lieber mit der Grubenbahn und am Schluss schippern wir noch bei Kaffee und selbstgebackenem Pflaumenkuchen auf dem hauseigenen Floß über den hauseigenen Göhlensee. Welch‘ eine Idylle!

Schach dem König

Laszlo Nyikos gegen jungen Schach-WM-Hoffnungsträger. Pfarrer Hellriegel unterstützt.

Ein Bericht von Thomas Grunwald

Der Schachclub, SC-Oberkrämer, war am 17. August 2019 beim Fest der Vehlefanzer Vereine auf dem Anger der Gemeinde dabei. Laszlo Nyikos und Thomas Grunwald haben die Gelegenheit genutzt, ihren Verein der Öffentlichkeit zu präsentieren.Mit der Vorstellung werden zwei Ziele angestrebt: Den Schachclub Oberkrämer sichtbar im Gemeindeleben zu etablieren sowie neue Mitglieder für den Verein zu werben.
Die gegenwärtig zwölf Mitglieder bilden zurzeit eine 8er- und eine 4er-Mannschaft. Beide Mannschaften spielen in unterschiedlichen Schachligen des Landes Brandenburg, natürlich gegen andere Schachvereine. Die knappe Mitgliederstärke erfordert von unseren  Spielern ein hohes Maß an Engagement wenn es gilt, Spielerausfälle zu kompensieren und die Ligaspiele personell ausreichend zu besetzen. Neue Mitglieder sind also hochwillkommen. Wer noch nicht Schach spielen kann, kann es beim SC Oberkrämer lernen.
Schach spielen macht Freude und schult nebenbei folgerichtiges Denken, Quer-Denken und Konzentration. Das Training findet an jedem Freitag ab 18:00 Uhr im Vehlefanzer Haus der Generationen, Lindenallee 11, statt. Interessenten sind herzlichst willkommen.

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Randbemerkung von HMS
Mit dabei waren auch die Damen vom Vehlefanzer Heimatverein. Sie versorgten den ganzen Nachmittag die Dorffest-Besucher mit Kaffee und-natürlich selbstgebackenem – Kuchen.

Schach-Impressionen

Beobachtungen eines Ausenstehenden:

von Ulrich Stock (Wochenzeitung „Die Zeit“). Sie mögen für euch vielleicht von Bedeutung sein, meint Thomas Grunwald

  • Unverzichtbar beim Schach:  die Jutetasche o. ä..
    Seit Jahrzehnten im Einsatz bei Amateuren, die Platz für Stullen und eine Thermoskanne hat.

    Es soll Schachspieler geben, die ihre Züge immer mit demselben Stift aufschreiben, solange sie ihre Partien gewinnen. Verlieren sie, wechseln sie den Stift aus.

    Wer eine Partie verliert, ist nicht etwa der schlechtere Spieler. Er ist nur krank oder hat schlecht geschlafen. Sonst hätte er doch nicht verloren!

     „Ich höre jetzt auf mit Schach!“ ist ein Satz, den man oft von Clubspielern hört – wenn sie gerade furchtbar verloren haben. In der Woche drauf sind sie dann wieder da.